h:De:Qualität der OpenSeaMap Karten

Aus OpenSeaMap-dev
Version vom 26. Januar 2016, 12:08 Uhr von Markus (Diskussion | Beiträge) (Wann ist die Karte fertig?)
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OpenSeaMap ist eine freie Seekarte und gleichzeitig eine freie Landkarte.

Qualitätsmerkmale von OpenSeaMap:

  • weltweit
  • genau
  • detailliert
  • aktuell

Wir empfehlen aber, für die Navigation immer eine amtliche und aktuell berichtigte Seekarte zu verwenden.
Gute Seemannschaft verlangt immer eine verantwortliche Schiffsführung.
Und wir weisen - wie die kommerziellen Kartenhersteller - darauf hin, dass die Benutzung "auf eigene Gefahr" erfolgt.


Qualitätssicherung

PDCA-Zyklus

OpenSeaMap und OpenStreetMap arbeiten nach dem 1000-Augen-Prinzip:

1,5 Mio. Benutzer sammeln weltweit Geodaten und prüfen diese gegenseitig.
30'000 Benutzer arbeiten regelmässig in der Datenerfassung und Qualitätsprüfung.

Iterative kontinuerliche Prüfung und Verbesserung der Daten führen zu einer immer präziseren Karte. Das "1000-Augen-Prizip" ist eng verwandt mit dem Prinzip der Kontinuierlichen Verbesserung (KVP) und folgt automatisch ddem Prinzip des PDCA-Zyklus. Das "2-Augen-Prinzip" ist bei den Hydrographischen Instituten bereits Standard. Aber auch da sind Fehler trotzdem menschlich. Auch beim "1000-Augen-Prinzip" lassen sie sich nicht vermeiden.

Je mehr mitmachen, desto genauer, detaillierter und aktueller wird die Karte.

Weltweite Abdeckung

OpenSeamap enthält alle Reviere der Welt in hoher Detaillierung.

Wann ist die Karte fertig?

Früher waren nur Küsten, Großstädte und Hauptverbindungswege eingetragen. Heute sind selbst China (Karte) und Antarktis (Karte) hervorragend kartografiert. In den Industrieländern arbeiten wir im Bereich von "Mikro-Kartografie" (Karte). Viele Häfen sind detailliert und Steg-genau abgebildet. Man findet den Segelmacher und den Motor-Spezialisten genauso wie den Hafenmeister, die Toiletten und den Kran, und auch den Supermarkt und den Bäcker.

Aber "fertig" ist eine Karte nie...

Welche Gebiete sind abgedeckt?

OpenSeamap deckt alle Reviere der Welt ab. Siehe Vollbildkarte

Offline-Karten gibt es je nach Bedarf und regelmässig aktualisiert für die wichtigsten Seereviere:

Mittelmeer, Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Biskaya
Karibik, Kanarische Inseln
EU Binnenwasserstrassen

und für die wichtigsten Geräte:

Android
Windows
iOS
Garmin
Navico (Lowrance, Simrad, B&G)

Genauigkeit

Trackbündel

OpenSeaMap ist hochgenau. Die Datenbank erlaubt eine Genauigkeit von 1 cm. Viele Daten werden von Luftbildern gewonnen, oft mit einer Auflösung von 15 cm. Im Rahmen von Open Data und Open Government stellen Behörden amtliche Vermessungsdaten zur Verfügung, oft mit einer Auflösung von 2 cm. Für unbesiedelte Gebiete oder solche mit wenig ausgeprägter vermessungstechnischer Tradition (keine Luftbilder, keine Vermessungsdaten) werden die Daten per Crowdsourcing mit dem GPS aufgezeichnet, mit einer Genauigkeit von 2 bis 20 m. Durch Bündelung von GPS-Tracks kann die Genauigkeit auf unter 1 m verbessert werden.


Detaillierungsgrad

Die Datenbank verwendet einen offenen Standard. Das ermöglicht, jedes Objekt metergenau zu erfassen und detailliert zu beschreiben. Auch neuartige Objekte (z.B. Elektro-Tankstellen für Elektrofahrzeuge), oder Objekte für spezifische Benutzergruppen (Fäkalienentsorgung für Schiffe, Flaschenfüllung für Taucher) können ganz einfach ergänzt werden.

Aktualität

OpenSeaMap ist top-aktuell: jede Änderung ist 10 Minuten später weltweit sichtbar.

Offline-Karten werden etwa 14-täglich aktualisiert.

Wassertiefen

Die Wassertiefen der Meere wurden weltweit durch staatliche Behörden erfasst. Die meisten Daten sind proprietär und werden nur für viel Geld verkauft. Viele Staaten haben zuwenig technische und finanzielle Ressourcen für eine regelmässige und hochwertige Vermessung. Viele Daten sind entsprechend veraltet und/oder beziehen sich nur auf Schiffahrsstrassen. Küstengewässer und Reviere für Sportboote werden immer weniger oft oder gar nicht vermessen.

Deshalb erfasst OpenSeMap die Wassertiefen per Crowdsourcing.

0m - 100m

OpenSeaMap erfasst Flachwassertiefen im Bereich von 0m - 100m, an den Küsten und in Binnegewässern. Jeder mit Echolot und GPS kann mitmachen.

100m - 10'000m

OpenSeaMap verwendet die Daten von GEBCO unter einer eigenen Lizenzvereinbarung.