OpenSeaMap-dev:De:Depth meta data/depth-NMEA: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 9. Juli 2015, 17:01 Uhr

Metadaten

In den Metadaten erfassen wir:

  • Länge des Schiffes
  • Breite des Schiffes
  • Tiefgang des Schiffes
  • Position (XY) des Sensors in Bezug auf Schiffslänge/-Breite
  • Tiefe des Sensors (Z) unter Wasserlinie
  • Marke/Typ des Sensors
  • Marke/Typ des Echolotes
  • am Gerät eingestellter Offset

Rohdaten

Die Rohdaten enthalten einen oder mehrere NMEA-Tiefensätze:

DBK - Depth Below Keel

       1   2 3   4 5   6 7
       |   | |   | |   | |
$--DBK,x.x,f,x.x,M,x.x,F*hh<CR><LF>
Field Number: 
 1) Depth, feet
 2) f = feet
 3) Depth, meters
 4) M = meters
 5) Depth, Fathoms
 6) F = Fathoms
 7) Checksum

DBS - Depth Below Surface

       1   2 3   4 5   6 7
       |   | |   | |   | |
$--DBS,x.x,f,x.x,M,x.x,F*hh<CR><LF>
Field Number: 
 1) Depth, feet
 2) f = feet
 3) Depth, meters
 4) M = meters
 5) Depth, Fathoms
 6) F = Fathoms
 7) Checksum

DBT - Depth below transducer

       1   2 3   4 5   6 7
       |   | |   | |   | |
$--DBT,x.x,f,x.x,M,x.x,F*hh<CR><LF>
Field Number: 
 1) Depth, feet
 2) f = feet
 3) Depth, meters
 4) M = meters
 5) Depth, Fathoms
 6) F = Fathoms
 7) Checksum 

DPT - Depth of water

       1   2   3
       |   |   |
$--DPT,x.x,x.x*hh<CR><LF>
Field Number: 
 1) Depth, meters
 2) Offset from transducer,
    positive means distance from tansducer to water line
    negative means distance from transducer to keel
 3) Checksum

Auswertung

Idealerweise haben wir DBT.
Dann rechnet man die Tiefe des Sensors unter der Wasserlinie hinzu,
und bekommt die gemessene rohe Wassertiefe.

Viele Skipper/Vercharterer stellen den Offset nicht korrekt ein.
Beispielsweise, weil sie gar keinen Offset einstellen, oder das Vorzeichen verwechseln, oder "einen Sicherheitsaufschlag machen", oder immer "1m Wasser unter dem Kiel" haben wollen.

Viele Geräte bzw. Gerätekombinationen geben die Daten nicht korrekt an die Anzeige aus.
Viele Geräte bzw. Gerätekombinationen geben die Daten nicht korrekt an den Datenausgang aus.
Skipper reagieren dann manchmal mit einem willkürlich gewählten Offset, damit das Ergebnis "richtig(er)" wird.

Die Alternativen helfen nur bedingt:

DBS setzt voraus, dass der am Gerät eingestellte Offset korrekt ist - und von der Software korrekt verarbeitet, und korrekt in den DBS-Datensatz geschrieben wird.

DBK setzt voraus, dass der Tiefgang des Schiffes bekannt ist, und der am Gerät eingestellte Offset ist korrekt ist - und von der Software korrekt verarbeitet, und korrekt in den DBK-Datensatz geschrieben wird.

DPT ist hingegen nicht definiert.
Er könnte identisch sein mit DBT, plus zusätzlicher Angabe des eingestellten Offset.
Oder er könnte den Offset bereits in der Tiefe mitenthalten, plus zusätzlicher Angabe des eingestellten Offset.
Wenn der Offset positiv ist, entspräche das DBS.
Wenn der Offset negativ ist, entspräche das DBK.

Fehlerkorrektur

Offset-Fehler können gefunden werden, wenn man Plausibilitätsprüfungen mit Tiefgagn und Sensoreinautiefe macht.
Software-Fehler können nur gefunden werden, wenn man sich kreuzende Tracks verschiedener Gerätekombinationen miteinander vergleicht (bei bereits korrigierter Tide und Welle etc).